Auf den Spuren der Römer an der Mosel

Prof. Dr. Michael Matheus begeisterte Publikum in Kinheim

Was haben ein antiker Kelterstein, ein gallo-römischer Gott und die Mosel gemeinsam? Die Antwort darauf erhielten zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher bei einem Vortragsabend in Kinheim, der eindrucksvoll zeigte, wie weit die Wurzeln des Weinbaus an der Mosel tatsächlich zurückreichen.

Unter dem Titel „Kelterstein und Sucellus“ referierte Prof. Michael Matheus über die Geschichte des Weinbaus in Kinheim seit der römischen Zeit und nahm sein Publikum mit auf eine spannende Reise durch die Vergangenheit der Region.

Der aus Graach an der Mosel stammende Historiker ist ehemaliger Professor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie früherer Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Mit großer Sachkenntnis und zugleich anschaulicher Erzählweise gelang es ihm, wissenschaftliche Erkenntnisse lebendig und verständlich zu vermitteln.

Im Mittelpunkt des Vortrags standen archäologische Funde, antike Kelteranlagen sowie die Rolle des gallo-römischen Gottes Sucellus, der als Schutzgott des Weinbaus und der Landwirtschaft verehrt wurde. Anhand zahlreicher Beispiele zeigte Prof. Matheus, wie eng die Geschichte der Moselregion mit der römischen Kultur verbunden ist und wie sehr diese Vergangenheit die Landschaft und den Weinbau bis heute prägt.

Besonders die Verbindung von regionaler Geschichte und europäischen Zusammenhängen stieß beim Publikum auf großes Interesse. Die Besucherinnen und Besucher dankten Prof. Michael Matheus am Ende mit langanhaltendem Applaus für einen ebenso informativen wie kurzweiligen Abend.

Mehr erfahren aus unserer Gemeinde

Nach oben scrollen